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Luxusuhren und Zubehör im großen Marktcheck

Was macht eine gute Taucheruhr aus?

Was macht eine Taucheruhr aus?

Was macht eine Taucheruhr aus?

Für viele Uhrenfans sind Taucheruhren das Maß aller Dinge. Nicht nur das sportliche Design dieser Zeitmesser ist sehr ansprechend, sondern auch die Alltagstauglichkeit ist legendär. Das Maß aller Dinge ist hier natürlich die Rolex Submariner. Diese Luxusuhr bietet eine hohe Wasserresistenz, beste Materialien und eine wunderbare Alltagstauglichkeit. Die erste Taucheruhr war jedoch nicht die Rolex Submariner, sondern die legendäre Blancpain Fifty-Fathoms. Dieser Zeitmesser war die erste echte Taucheruhr, wie man sie heute kennt.

Auf den ersten Blick mag es seltsam wirken, eine mehrere tausend Euro teure Luxusuhr zum Tauchen zu benutzen. Hochwertige Armbanduhren mit entsprechender Ausstattung haben jedoch mit Wasser und auch aggressivem Salzwasser kein Problem. Wer sich keine Luxusuhr zum Tauchen kaufen möchte, der hat auch bei günstigen Modellen eine große Auswahl. Egal ob Seiko, Tissot, Invicta oder Gigandet – sehr viele preiswerte Uhren bieten die richtigen Voraussetzungen für eine Taucheruhr.

Aber was macht eine echte Taucheruhr eigentlich aus? Natürlich ist die Wasserresistenz einer Uhr bestimmend für die Eignung als Taucheruhr. Aber auch andere Funktionen und Designmerkmale sind wichtig bei der Einordnung einer Armbanduhr. Unsere Redaktion hat sich ausführlich mit dem Prinzip von Taucheruhren beschäftigt. In diesem Beitrag zeigen wir, welche Voraussetzungen eine Uhr erfüllen muss, um als echte Taucheruhr bezeichnet werden zu können.

Die Taucheruhr Empfehlung unserer Redaktion

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Die Wasserdichtigkeit bei Taucheruhren

Wasserresistenz bei Taucheruhren

Wasserresistenz bei Taucheruhren

Von einer Taucheruhr erwartet man natürlich eine möglichst hohe Wasserdichtigkeit. Mindestens 200 Meter sollten es schon sein, in der Regel bieten qualitativ hochwertige Taucheruhren im Luxusbereich aber deutlich mehr. Wer für eine Armbanduhr zum Tauchen nicht mehrere tausend Euro ausgeben möchte, der findet zahlreiche Modelle im unteren und mittleren Preissegment mit einer Wasserresistenz von etwa 300 Metern, bzw. 30 bar.

Eine besonders hohe Wasserresistenz hat jedoch auch Nachteile! Die harten Dichtungen benötigen einen gewissen Druck, um perfekt abzudichten. Bleibt eine Taucheruhr mit einer sehr hohen Wasserresistenz lange Zeit im seichten Wasser ohne viel Druck, kann sie unter Umständen undicht werden. Im Alltag ist eine Wasserresistenz von 200 – 300 Metern, also 20 – 30 bar optimal. Diese Werte reichen für den Alltag perfekt aus und die Tauchleistung dieser Zeitmesser kann man ohnehin kaum ausnutzen.

Wie wasserdicht eine Uhr unbedingt sein sollte, damit es sich um eine Taucheruhr handelt, hat unsere Redaktion bereits in einem separaten Ratgeberartikel gezeigt: Alles rund um die Wasserresistenz bei Uhren. Die Vorteile und Nachteile einer hohen Wasserdichtigkeit einer Taucheruhr werden dort detailliert beleuchtet.

Zertifizierung nach der ISO 6425 Norm

Natürlich gibt es auch eine spezielle ISO-Norm, die bestimmt, ab wann man von einer Taucheruhr spricht: Die Norm ISO 6425. Im Prinzip muss eine Armbanduhr nicht nach ISO 6425 zertifiziert sein, damit es sich bei diesem Modell um eine echte Taucheruhr handelt. Im Übrigen reicht für eine Zertifizierung nach dieser ISO-Norm bereits eine Wasserresistenz von 100 Metern aus, was eigentlich nach Meinung unserer Redaktion und anderer Fachleute zu wenig für eine Taucheruhr ist.

Die Zertifizierung nach der ISO 6425 Norm wurde im Jahre 1996 offiziell eingeführt und ist seither eine feste Referenz bei der Klassifizierung von Armbanduhren im Tauchsport. Nur die wenigsten Taucheruhren sind in der Praxis nach ISO 6425 zertifiziert. Das hat mehrere Gründe. Zum einen können einzelne Voraussetzungen auf Grund der Designsprache der Uhr oftmals sinnlos erscheinen (mehr dazu im übernächsten Abschnitt). Andererseits gibt es auch andere Zertifizierungen als Taucheruhren als die ISO-Norm.

Passende Armbänder zur Taucheruhr

Wasserdichte Uhrenarmbänder

Wasserdichte Uhrenarmbänder

Eine Taucheruhr sollte natürlich auch über ein passendes Uhrenarmband verfügen. Der Grund dafür ist ganz einfach: neben der Uhr selbst sollte selbstverständlich auch das Armband wasserresistent sein. Insbesondere Armbänder aus echtem Leder sind hier eine schlechte Wahl. Zwar gibt es eine Reihe von speziellen Lederarmbändern, die auch zum Tauchen geeignet sind, das sind jedoch Ausnahmefälle. Wer unbedingt ein Lederarmband an einer Taucheruhr tragen möchte, der entscheidet sich am besten für Haifischleder oder Rochenleder.

Häufig werden vom Hersteller direkt Armbänder an Taucheruhren montiert, die perfekt für den Einsatz unter Wasser geeignet sind. Insbesondere Stahlarmbänder und Kautschukarmbänder sind optimal für Taucheruhren. Allen voran ist das Material Kautschuk empfehlenswert, weil diese Armbänder aus einem einzigen Stück bestehen und sehr einfach gereinigt werden können. Auf diese Weise kann die Uhr samt Armband schnell und ohne Probleme von Salzwasser und Schmutz befreit werden.

Drehbare Lünette und gute Ausstattung

Drehbare Lünette bei Vintage Rolex

Drehbare Lünette bei Vintage Rolex

Der Lünette kommt bei einer Taucheruhr natürlich eine wichtige Funktion zu. Der Beginn des Tauchvorgangs soll gestoppt werden, sodass man jederzeit errechnen kann, wie viel Sauerstoff noch zur Verfügung steht. Entscheidend ist das, weil der Taucher wissen muss, wann er spätestens mit dem Auftauchen beginnen muss. Die Lünette darf außerdem nur in eine Richtung drehbar sein, sodass sich der Start des Tauchvorgangs nicht versehentlich nach hinten verlagert und der Taucher in Sauerstoffnot gerät.

Auch die Ablesbarkeit der Zeit ist entscheidend – sowohl unter Wasser, als auch im Alltag an Land. Der Minutenzeiger muss äußerlich klar vom Stundenzeiger abgehoben sein und auch die Leuchtmasse muss hell strahlen. Sämtliche Materialien der Uhr müssen zudem unempfindlich gegenüber Salzwasser sein. Die Uhr muss 24 Stunden lang in einer 30%-igen Kochsalzlösung ausharren, ohne dass es merkliche Beschädigungen an Bauteilen oder Dichtungen gibt.

Alles in allem gibt es also eine Vielzahl an Voraussetzungen für eine reinrassige Taucheruhr. Nur wenn bestimmte Kriterien erfüllt sind, kann man tatsächlich von einer Taucheruhr sprechen. Eine Zertifizierung nach der einschlägigen ISO-Norm 6425 ist in der Praxis aber nicht zwingend erforderlich.

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